Resozialisierung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

3. Bundestagung Schuldnerberatung in der Straffälligenhilfe

  • Letzte Aktualisierung: 19.11.2019, 16.00 Uhr
  • Das gedruckte Tagungsprogramm (Stand Aug 2019) kann hier abgerufen werden.

Montag, 11. November 2019

 

Begrüßung durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V. (BAG-SB)

Die BAG-SB Vorstandsmitglieder Miriam Ernst, Cornelia Zorn und Frank Wiedenhaupt führten ins Tagungsthema ein, fassten die vergangenen Bundestagungen in Stralsund und Würzburg zusammen und stellten die besondere Bedeutung von Schuldenregulierungsfonds zur Reintegration Straffälliger heraus. 

 

Grußwort der Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe e.V. (BAG-S) 

BAG-S Geschäftsführer Dr. Klaus Roggenthin eröffnete die Sicht auf das Tagungsthema aus Perspektive der Straffälligenhilfe.  

Ein Auszug seines Grußwort ist zu finden auf der Seite der BAG-S.

 

Schuldnerberatung als Resozialisierungsziel

Berlins Justizsenator Dr. Dirk Behrendt begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Räumen der Berliner Stadtmission.  

 

 

Stationenarbeit "Geschultes JVA-Personal oder externe Schuldnerberatung?"

Die Fragestellung "Wie gelingt gute Schuldnerberatung in Haft?" wurde in drei Stationen bearbeitet: 

  • Frank Wiedenhaupt stellte das Berliner Modell vor, Schuldnerberatung durch externe Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen anzubieten
  • Sebastian Kopp präsentierte das Modell aus Baden-Württemberg, bei dem innovative Wege in der Zusammenarbeit gegangen werden
  • Miriam Ernst und Cornelia Zorn diskutierten das Modell, Mitarbeiter_innen in den JVAs weiterzubilden und die Beratung selbst durchzuführen

 

In den Knast und aus dem Leben? 

Wie gelingendes Schnittstellenmanagement zwischen Haftanstalt und externer Beratungsstelle funktionieren kann, stellte Sebastian Kopp aus dem Netzwerk Straffälligenhilfe Baden-Württemberg vor. 

Auf der Seite des Netzwerks finden sich weitere Informationen. 

 

Vollstreckungsschutz in den Vollzügen?!

Frank Wiedenhaupt von der Berliner Stadtmission referierte Neues zur Pfändbarkeit des Eigengeldes und zur Unpfändbarkeit in der Wohlverhaltensphase

Präsentation zum Download  

Dienstag, 12. November 2019

 

Tagungsmoderation

Ihre Erfahrungen aus dem Verein Bremer Straffälligenbetreuung e.V. verhalfen Anja Stache zu einer gelungenen Moderation durch den zweiten Tagungstag. 

 

Zur Einziehung von Straftaterträgen

Strafverteidigerin Jessica Grimm von der Kanzlei Portius Birkhoff Ratzmann Künast zeigte anschaulich, welche Rechtsgrundlagen und Interventionsmöglichkeiten bestehen, wenn Taterträge eingezogen werden sollen. 

Das dank ihrer Präsentation (hier als PDF) gewonnene Wissen kann mithilfe der Arbeitshilfe aus Heft #3_2018 der BAG-SB Informationen eingesetzt werden.

 

Versuchswerkstatt

Theoretisch erlernt und praktisch angewendet - die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, sich unter Anleitung von Sibylle Schwenck, Cornelia Zorn, Miriam Ernst und Frank Wiedenhaupt an der Lösung konkreter Fallbeispiele zu versuchen. 

 

Frauen in Haft - Besonderheiten und frauenspezifische Problemlagen

Nicht nur Zahlen und Fakten, auch über konkrete Hilfeangebote für Frauen referierte Christine Wahl von der Sozialberatung Stuttgart aus ihrer Erfahrung in der Arbeit mit Frauen in Haft. 

Zur Präsentation als PDF

 

Aktuelle Rechtsprechung für die Schuldner- und Insolvenzberatung in der Straffälligenhilfe

Auf dem aktuellen Stand der Rechtsprechung zu sein, ist essentiell für eine professionelle Beratung. Valeska Tkotsch vom Schuldenfachberatungszentrum der Uni Mainz versorgte die Teilnehmenden mit dem notwendigen Wissen für den Beratungsalltag. 

Vortrag zum Download als PDF

 

Welche Veränderungen könnte die nächste InsO-Reform aufgrund der EU-Richtlinie mit sich bringen? 

Den Tagungsabschluss übernahm Christoph Zerhusen von der Verbraucherzentrale NRW, der über die jüngst bekannt gegebenen Vorhaben des BMJV zur Umsetzung der EU-Richtlinie informierte.  

Zum Vortrag als PDF und zur Pressemitteilung des BMJV 

Infostand und Hilfeangebote

Die BAG-SB stellte ihre Vereinsarbeit und die Fachzeitschrift BAG-SB Informationen vor, die Verlagskooperationen und Weiterbildungsangebote. Darüber hinaus gab es Infomaterial von

Hinweis: Für die Inhalte der hier veröffentlichten Präsentationen sind allein die Referentinnen und Referenten verantwortlich. Sie spiegeln daher nicht unbedingt die Meinung der BAG-SB e. V. wider. Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass eine (stichpunktartige) PowerPoint Präsentation natürlich nicht das gesprochene Wort ersetzt und einige Sachverhalte daher verkürzt – wenn nicht gar missverständlich – darstellt. Inhaltliche An- oder Rückfragen richten Sie daher bitte direkt an die Referentinnen und Referenten, zu denen wir gern den Kontakt herstellen.