Unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P‑Konto zum Problemkonto wird“ startet heute, am 15. Juni 2026, die Aktionswoche Schuldnerberatungder Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV). Bis Freitag, 19. Juni 2026, machen Schuldenberatungsstellen in ganz Deutschland auf anhaltende Missstände beim Pfändungsschutzkonto (P-Konto) aufmerksam.
In Deutschland gibt es monatlich rund 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen. Trotz eindeutig geregelter gesetzlicher Vorgaben erleben viele verschuldete Menschen weiterhin große Schwierigkeiten mit ihren Pfändungsschutzkonten. Kontoumwandlungen erfolgen verspätet, gesetzliche Freibeträge werden nicht rechtzeitig berücksichtigt, Guthaben bleiben blockiert. Wenn Banken gesetzliche Regelungen nicht korrekt umsetzen, kann das für die Betroffenen existenzielle Folgen haben: Mieten werden nicht bezahlt, Energieabschläge nicht abgebucht, der Lebensunterhalt ist nicht gesichert.
Auch rechtliche Unklarheiten, etwa beim Pfändungsschutz bestimmter Sozialleistungen wie Wohngeld oder Unterhaltsvorschuss führen häufig zu Zuständigkeitsstreitigkeiten, Verzögerungen und zusätzlicher Belastung für Betroffene.
Was politisch notwendig ist, ist im Forderungspapier der AG SBV zur Aktionswoche zu finden.
Alle Infos zur Aktionswoche gibt es hier: Website der Aktionswoche Schuldnerberatung
