Friedrich-Ebert-Stiftung: Wie kann die Schuldner- und Insolvenzberatung gestärkt werden?


In der Reihe WISO-direkt hat der Arbeitsbereich Verbraucherpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) jüngst die Publikation Private Verschuldung in der Corona-Krise: Wie kann die Schuldner- und Insolvenzberatung gestärkt werden?  veröffentlicht. BAG-SB Geschäftsführerin Ines Moers skizziert darin aktuelle Herausforderungen des Fachgebiets und leitet anschließend klare politische Handlungsempfehlungen ab.

„Die Corona-Krise führt uns vor Augen, dass gesamtgesellschaftliche Ereignisse einen weitaus größeren Einfluss auf die finanzielle Situation der einzelnen Menschen haben, als es die gesellschaftlich dominierende Fokussierung auf individuelle Kauf- oder wirtschaftliche Fehlentscheidungen nahelegt. Eine Stärkung der Sozialen Schuldnerberatung, wie sie von freien Trägern, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherzentralen angeboten wird, ist dringend nötig. Was fehlt, sind klare Zuständigkeitsregelungen auf Bundesebene, einheitliche und überprüfbare Ausbildungs- und Qualitätsstandards, eine angemessene finanzielle Beteiligung der Gläubiger_innen sowie umfassende Forschungen zu den Ursachen und Wirkzusammenhängen von Überschuldung.“

Im Herbst ist über die Friedrich-Ebert-Stiftung, die jüngst auch einen Forschungsauftrag zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die private Verschuldungan das IFF Hamburg und die GP Forschungsgruppe vergeben hat, ein virtuelles Fachgespräch mit Entscheider*innen aus der Politik zu der o.g. WISO-direkt Publikation angedacht.